Tipps zum Verhalten nach einem unverschuldeten Verkehrsunfall

Der KFZ-Sachverständige Ihres Vertrauens / Schadensfeststellung

Zu Ihrem grundsätzlichen Recht gehört es, den KFZ-Sachverständigen Ihrer Wahl zu beauftragen, um die folgenden Feststellungen treffen zu lassen:

  • Beweissicherung am Fahrzeug
  • Beweissicherung zum Unfallhergang (Plausibilität)
  • Schadensumfang und –höhe
  • Verkehrssicherheit
  • Höhe der Wertminderung (merkantiler / technischer Minderwert)
  • Höhe des Wiederbeschaffungswertes
  • Reparaturwürdigkeit
  • Höhe des Restwertes
  • Reparatur-/ Wiederbeschaffungsdauer
  • Nutzungsausfallentschädigung

Die Versicherung des Unfallverursachers hat die Kosten für den KFZ-Sachverständigen zu tragen.
Der Sachverständige erstellt Ihnen folgende Unterlagen:

  • Einen günstigen Kostenvoranschlag bei Bagatellschäden bis 500,00 €
  • Ein vollwertiges Gutachten bei höher liegenden Schäden zu Kosten entsprechend der geltenden Rechtslage

Aus diesem Grund sollten Sie auch bei Bagatellschäden, d.h. bei offensichtlich nur kleinen Dellen oder Kratzern, nicht auf den KFZ-Sachverständigen verzichten.

Nach der derzeit gültigen Rechtsprechung kann auch bei älteren Fahrzeugen ein Wertminderungsanspruch gegeben sein, wenn das Fahrzeug  beim Verkauf nicht mehr unfallfrei ist. Dies trifft auf Fahrzeuge zu, die älter als 5 Jahre bzw. mehr als 100.000 km gefahren sind.

Aus professionell gefertigten Schadenslichtbildern kann Rückschluss auf die Schadenshöhe, die Kollisionsgeschwindigkeit sowie auf den Unfallhergang gezogen werden. Aus diesem Grund ist ein KFZ-Sachverständigengutachten unverzichtbar, da auch bei eindeutiger Haftungslage vor Gericht oft über die Höhe des Schadensersatzes gestritten werden muss.

In der Regel gibt es auch kein Nachbesichtigungsrecht der gegnerischen Versicherung für Ihr Fahrzeug.